Samstag, 31. Oktober 2009

Ein Hoch auf die Ozonschicht und Melbourne Cup for Germany!

… für mich DIE Losungen der Woche. Denn beiden bin ich in den letzten Tagen mehr oder weniger begegnet… und beide habe ich irgendwie in mein Herz geschlossen.


Im Falle der Ozonschicht gilt dabei wohl eher das Wörtchen "weniger". Denn jetzt, wo der Sommer mich endlich gefunden hat und die Sonne immer häufiger zu sehen ist (…was sage ich! Wir hatten schon 27° mit strahlend blauem Himmel! Und das nicht nur einmal!!!), bekomme ich deutlich zu spüren, dass besagte Ozonschicht hier eben deutlich dünner ist als in Good Old Germany. Und da weniger bekanntlich ja oft mehr ist, bedeutet das für mich vor allem: Mehr Sonnenbrand, mehr Sonnencreme, mehr Lichtschutzfaktor.

Die Erfahrung, dass mein Gesicht nach dem Anglesea Wochenende einen deutlichen Rotstich aufwies und dass schon 15 min in der Sonne ausreichten, meinen Armen einen ähnlichen Farbton zu verleihen, bekehrte mich dazu, von nun an vorzubeugen und Sonnencreme zu benutzen. Jahaaa auch ICH bin zur Einsicht fähig! :) Auf Nachfrage wurde mir auch prompt ein Exemplar des familieneigenen Sonnenschutzsortimentes zur Verfügung gestellt und nun besitze ich einen kleinen 1Liter- Kanister mit LSF 30+, so wie ICH glaube, das niedrigste was es hier gibt. Spricht für sich, finde ich. Für den Fall, dass sich der Rotstich doch nochmals durchsetzen sollte, habe ich dem Vorsorgeprodukt gleich präventiv ein Nachsorgeprodukt an die Seite gestellt und harre nun der heißen Tage… und sie KOMMEN!


Und genau das stiftet in mir reichlich Verwirrung.

Ans links fahren konnte ich mich mittlerweile doch ganz gut gewöhnen und auch "How Are you" als Begrüßung bewegt mich nicht mehr unbedingt dazu, dem Gegenüber mitzuteilen, wie's mir geht aber "November" und die Temperatur "30°C" passen einfach nicht zusammen: Da kann man machen, was man will! Ich ertappe mich immer wieder dabei, bei Einladungen oder Terminen, die irgendwann im November anliegen, zu denken: "Aaaaach… das ist ja erst im November. Das ist ja noch weit hin! Wir haben ja erst Juli." Um dann irgendwann mal festzustellen, dass dem eben nicht so ist und auch hier der November bereits begonnen hat. Ungeachtet der Sommertemperaturen. Verrückt!


Mit den wärmeren Tagen kommen nun auch die lauen Nächte und die lassen sich in der City unheimlich gut füllen. Melbourne ist bei Nacht meiner Meinung nach noch viel schöner als am Tag und feiern können seine Einwohner offensichtlich auch ganz gut. Mag wohl nicht zuletzt daran liegen, dass sich hier so viel internationales Publikum durch all die Pubs, Clubs und Cafés treiben lässt und dabei viel gute Laune versprüht. Nach Deutschen muss man dabei gar nicht lange suchen (…nach Sachsen hingegen schon! Ich habe noch keinen getroffen…. geschweige denn jemanden aus dem Gebirge! Tja… wie sagt mein weiser Vater immer… Niveau macht einsam *g*) und da allen klar ist, dass unsere Zeit hier begrenzt ist, kommt man sehr schnell ins Gespräch und lernt schnell neue Leute kennen. Vielleicht geht man mit manchen nur ein ganz kleines Stück des Weges aber auch wenn es nur ein paar Schritte sind:

Man geht sie nicht allein und sieht ein kleines Stück einer anderen Welt.


In meinem Fall muss ich dann wohl noch ergänzen: "Und verläuft sich nicht rettungslos." Denn jetzt, wo ich ohne Lisa (ihr erinnert euch, die kleine Schwarze an der Windschutzscheibe?) zum Park, Schwimmbad und in die Stadt finde, tendiere ich dazu mich zu überschätzen. Ich steige aus dem Auto und denke, die Welt liegt mir zu Füßen… um dann zwei Straßen weiter festzustellen, dass dem keinesfalls so ist und ich ohne Stadtplan mein Auto wohl nieeeemals wieder sehen werde.


So passiert am Donnerstagabend. Nach der rational kaum nachvollziehbaren Entscheidung, ohne Karte mit dem Auto in die Stadt zu fahren -O-Ton Steffi "Aaaach! Wird wohl nicht so schwer sein, nen Parkplatz zu finden"-musste ich bei der Parklpatzsuche natürlich vom ursprünglichen Weg abweichen, indem ich nach Gefühl mal rechts und mal links abgebogen bin (niiiicht gut!), was wiederum dazu führte, dass ich am Ende keinen blassen Schimmer mehr hatte, wo ich eigentlich war. Aber gut, da ich den Parkplatz sicher hatte und mir besagtes Gefühl signalisierte, dass ich nicht sooo weit vom Zentrum entfernt sein könne, bin ich einfach mal in eine Richtung meiner Wahl losgelaufen… und habe den Erstbesten, der meinen Weg kreuzte, um Hilfe angefleht :)

Der musste sogar in die selbe Richtung, wir kamen ins Gespräch und nachdem er sofort rausgefunden hatte, dass ich aus Deutschland komme, erzählte er mir von einem deutschen Freund, den er in Peking kennen gelernt habe. Als er beiläufig erwähnte "He comes from a little town called Schneeberg" war's um mich geschehen. Ich fürchte, mein Begleiter konnte die Euphorie, in die ich mich sofort hineinsteigerte, nicht ganz nachvollziehen, aber egal. Liegt wohl daran, dass die Sachsen hier so rar sind :)

Dank seiner Hilfe fand ich dann auch an besagtem Abend mein Ziel und am Ende auch mein Auto wieder. Ganz ohne Karte. Und bekam die Gelegenheit, diese tollen Bilder zu machen. Melbourne bei Nacht: Einfach schön!


Und am Wochende erlebte ich dann Melbourne im Cup-Fieber: Einfach verrückt!

Ohne auch im Geringsten darauf vorbereitet zu sein…


Ich war mit zwei Mädels am Samstag in der Stadt unterwegs - Bummeln, Parks, Essen, Kaffeetrinken (und jaaaaa… ich denke ich habe eine erste sündhaft-süße Begegnung mit der hochgepriesenen Kaffeekultur gemacht) und der Melbourne Cup war allgegenwärtig:


So, wie ich rausgefunden habe, DAS Pferderennen schlechthin, das am Dienstag seinen Abschluss findet, wofür die ganze Stadt frei bekommt!

Offensichtlich sind alle im Fieber und todschick gekleidet.Die Frauen tragen Kleider und dazu Hüte oder anderen Kopfschmuck aus Federn oder Blumen. Ich kam aus dem Staunen kaum heraus und habe es gar geschafft, ein zwei Fotos von all den schönen Menschen zu machen.Keine Chance dem gleich zu ziehen… nicht mal mit dem Schönsten, was ich mit habe!

Ja! Ich gebe es zu: Ich konnte nicht widerstehen: Ich habe mir einen Hut gekauft, in der Hoffnung noch jemanden zu finden, der mit mir am Dienstag zu diesem Pferderennen geht!


Dann werde ich nämlich genau das tun, was all die Mädels hier am Wochenende zelebrierten: Herumstolzieren, die Nase in die Sonne halten und Champagner trinken… *lach* Und dann am Abend die hohen Schuhe ausziehen und in die Nacht tanzen:

Am Besten schon IM Bahnhof. :)


Mit all den verrückten Australiern und allen, die es schaffen, bis Dienstag hier zu sein!





Samstag, 24. Oktober 2009

Victoria - the place to be.


… das liest man hier überall auf den Nummernschildern der Autos.

Um Missverständnissen vorzubeugen, schicke ich voraus, dass Victoria der Bundesstaat ist, in dem ich hier gerade lebe… jahaaa!

Und bei meinen bisher sämtlich gescheiterten Versuchen, die Systematik der Beschilderung hier zu erfassen, ist mir eben das hängen geblieben: Victoria - the place to be.


Nun, mir war es vergönnt, am Wochenende Anglesea zu besuchen, was nordwestlich von Melbourne gelegen ist, da

James hier ein Mountainbike-Rennen hatte. Da musste die Familie mit und - jaaaaa so ein Opfer bringt man schon mal - das Au-Pair auch. :)

Hier war ich dann ein wenig unterwegs, habe den Strand genossen, die Surfer beobachtet und nachgedacht. (Abgesehen von all den Nickerchen, die die verskypten Nächte kompensieren mussten… Diese Zeitverschiebung IST aber auch heftig. Aber was soll's… NOCH bin ich ja jung :D)


Irgendwie stand mir so deutlich vor Augen, dass es wohl von meinem Herzen abhängt, was der "place to be" ist.

Ich bin so dankbar dafür, all das hier sehen zu dürfen. Es scheint mir, als ob Gott mir einen Traum erfüllt, den ich noch nicht mal richtig angefangen habe zu träumen. Und dennoch wird mir gerade hier so deutlich, dass Freunde und Familie, Beziehungen, die in die Tiefe gehen und mir bleiben, wenn ich versage, jeden Ort zum "place to be" machen können.

DIe Fähigkeit, genau da glücklich zu sein, wo man gerade ist, mit all dem, was man hat oder nicht hat, ist eine wertvolle Gabe, die mir so oft fehlt. Selbst hier merke ich, dass ich an mich hin und wieder zu hohe Ansprüche stelle, denen ich schließlich nicht gerecht werde. Oft merke ich das sogar noch in der Situation… und immer wieder treffe ich die Entscheidung neu: Ich will nicht aufhören, das Glücklichsein zu üben. Gerade hier: Am place to be :). Wie oft hab ich mir das schon vorgenommen…aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben. Auch ein schielendes Huhn findet vielleicht mal das Korn :)


Ich muss ehrlich gestehen, dass es mir ansonsten heute nur schwer gelingt, all die Bilder in Worte umzuwandeln. Daher hab ich mich entschieden, euch ein Video hier zu hinterlassen.

Wenn ihr es denn öffnen könnt (wie man sieht ist mein Vertrauen in die Technik MEHR als eingetrübt…), soll es euch mal zeigen, was ich die letzten beiden Tage gesehen habe. Ich hoffe, es spricht für sich.


Immer wieder neu stelle ich mir die Frage, wer Gott denn nun eigentlich ist.

Die letzten Jahre haben da einiges durcheinander geworfen, so manche Antwort zerbrochen und die eine oder andere Einsicht in Frage gestellt. Angesichts der Bilder der letzten Tage drängt sich mir die Vermutung auf, dass er liebevoll sein könnte. Ich meine, dass man das, was wir zum Leben brauchen durchaus pragmatischer hätte verpacken können. Aber nein… IHM ist das nicht genug. Er entschied sich für die Schönheit. Und geht dabei in die Vollen.

WAS für ein Glück!


Ich bin dankbar für jeden Moment hier aber auch für jeden, der an mich denkt.

(Wenn auch die Email-Beantwortung ein weeeeenig hängt... Ich weeeeiiißßß... aber ich geb mir echt MÜHE! :D)

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Mittendrin statt nur dabei: Steffi im Wunderland



Babyschwimmen... Was für eine skurile Erfindung!
Die Babymama hat Q und (somit mich) zu solch einem Kurs angemeldet und somit dafür gesorgt, dass ich jeden Freitag Vormittag sozusagen
undercover australische Muetter dabei beobachten darf, wie sie quietschend und blubbernd mit ihren Kindern durch verdächtig lauwarmes Wasser hüpfen und nahezu hysterisch jede Bewegung eben jenes Kindes feiern.
Und ICH mittendrin... so auch heute.
Unsere Tarnung ist nahezu perfekt. Wir sind souverän vor der Schwimmhalle vorgefahren, haben uns umgezogen und sind dann ohne mit der Wimper zu zucken in diesen Pool gehopst, wo ich jeder Mutti mit strahlendem Lächeln versicherte: "That's Q!" um dann das folgende "Oh! He's sooooo cute!" mit einem weiteren strahlenden Lächeln zu quittieren. Dann ein wenig im Kreis paddeln, bei all den mir völlig unbekannten australischen Kinderliedern freestyle mitsingen und ein weeeenig hopsen - schon dachten sie, ich sei eine von ihnen. *harharhar*

Aber weit gefehlt! Nachdem sie alle weg waren, haben wir heimlich noch ein wenig an Qs Kraultechnik gefeilt und ich denke, die 1000 m sind in ein zwei Wochen drin! :)


Grossen Taten gehen grosse Traeume voraus...

...oder ein bisschen Training und viel Geduld. Genau das bringt Q gerade auf, um sich den Zugang zu einer neuen Welt zu erkämpfen. Das bedeutet vor allem aufstehen, hinfallen, aufstehen, hinfallen... und plötzlich die ersten Schritte allein. Aus welchen Gründen auch immer, hatter er MICH als seine "Laufzeugin" auserwählt. Kaum hatten die Eltern das Haus am Morgen verlassen, stand er auch schon auf und marschierte los. Ganz allein, ohne Vorwarnung und ziemlich stolz.
Ich glaube, ich sollte mir ein Beispiel an ihm nehmen. Nach neuen Wegen suchen, mich aufrichten und losgehen. Und wenn ich falle, nicht verzweifeln. Die Tränen trocknen und neu anfangen - und irgendwann stolz lächelnd in SEINE Arme fallen... Hach ja.

Genau das versuche ich hier nun zu tun. Und nun, da meine Schritte langsam sicherer werden, kann ich beginnen, mich umzusehen... und mir wird langsam klar, WO ich hier eigentlich gelandet bin.


Am Mittwoch habe ich Melbourne erkundet...
Ganz auf eigene Faust, bewaffnet mit meiner Digicam UND, um mich auch so riiichtig als Tourist zu kennzeichnen, mit meinem ultimativen Reiseführer habe ich mich am Morgen aufgemacht und todesmutig... mein Auto am nächsten Bahnhof abgestellt eine Tageskarte gekauft. Damit habe ich mir zum einen eine nervenaufreiende Parkplatzsuche erspart und bin zum anderen dem abendlichen "ach du Schreck wo hab ich denn nur mein Auto abgestellt" Effekt entgangen.
Schon auf der Bahnfahrt in die Stadt zeigte der Reiseführer seine Wirkung und bescherte
mir einen netten Plausch mit einem waschechten Australier, der wissen wollte, wo ich herkäme und wie lange ich bliebe.
Lustig, was die Australier so von Europa sehen wollen... Holland steht ganz weit oben auf der Liste :)
Komischerweise schaffe ich es in solchen Momenten tatsächlich, mein bestes Englisch an den Tag zu legen und rede wie ein Wasserfall, während ich beim Abendessen hier
im Haus manchmal notgedrungen in eine Art Standby-Modus verfalle, weil ich streckenweise kaum was verstehe.
Aber zurück zu Melbourne! Ich habe es dank des erwähnten Reiseführers tatsächlich geschafft, mir einiges von der City und ihren wunderwunderwunder-schönen Parks anzusehen und dabei NICHT die Orientierung zu verlieren. Der erste Eindruck von der "fehlenden Geschichte" bleibt und damit fällt ein Vergleich mit Prag oder Paris aus... aber ich glaube, Melbourne ist einfach auf eine andere Art und Weise schön. Entspannt, jung, grün und, wie sympathisch, bekannt für seine Kaffeekultur. Es stehen mir goldene Zeiten bevor! *g* Nun muss ich nur noch Menschen finden, die sich mit mir gemeinsam durch den Kaffeestrom trinken... denn auch wenn sich die
Sonne beste Mühe gegeben hat und mir nicht von der Seite gewichen ist, hin und wieder hat doch jemand gefehlt, mit dem man all das Schöne teilen konnte. Jemand, den man am Ärmel rütteln kann um ihm zum zehnten Mal zu sagen: "Ooooaaar GUCK mal! IST das nicht
schöööööön!!!" Aber das gehört wohl zu meinem Abenteuer auch dazu... von Zeit zu Zeit.

Denn Philipp Island habe ich mir am nächsten Tag nicht allein
angeschaut. Nachdem ich den MotoGP hab sausen lassen, stand
für mich fest, dass ich den Trip auf die kleine Insel auf jeden Fall nachholen würde und dank studivz fanden sich tatsächlich noch vier
Mitstreiter. Sehr lustig, ein wenig riskant und ziemlich verrückt... schön, nicht allein zu reisen! Ich glaube, ich habe an diesem Tag einen durchaus repräsentativen Querschnitt der australischen Tierwelt gesehen und, insofern sie keinen Schnabel hatten oder weeeeit oben in den Bäumen schliefen, sogar gefüttert. Das ist wahrscheinlich so ziemlich das touristenmäßigste, was man, abgesehen von Souvenirkäufen, auf dieser Insel tun kann.ABER EGAAAL!

Die Küste war wahnsinnig schön.
Sie überschwemmte mich mit Farben und geizte nicht
mit Wellen und Wind.
Und als wir eine Staun-Pause machten, kam er: Mein erster SURFER!
Packte da einfach eiskalt sein Board aus und stürzte sich in die Fluten. Yeeeehhhaaaaa! Ohne Frage: Ich werde es auch tun - mit Sicherheit! Offensichtlich bin schon mal im richtigen Land...

Was mich unheimlich beeindruckt hat, waren die Pinguine.
Auf Philipp Island leben die kleinsten der Welt! Sie kommen hier am
Abend in Scharen aus dem Meer gekrabbelt, laufen dann quer über den Strand in ihr Zuhause und werden dabei von hunderten Menschen beobachtet (die dafür im Übrigen EINTRITT zahlen...) So auch von mir. Der Strand war so wunderschön... was mich dazu verleitete ein totaaal illegales Foto zu schießen... aber Abenteuer ist Abenteuer! *g*
Und plötzlich kamen sie... die Pinguine. Liefen einfach ganz geschäftig an uns vorbei. So niedlich. So unfassbar. Und so real. Nun, ich glaube, ich bin in Australien :)

Schon diese kleine Tour hat gereicht, um mir klarzumachen, was mich hier alles erwartet... und was ich wohl alles verpassen werde *g* WAS für ein Land. Und ich habe noch 7 Monate Zeit!

Ach wenn ihr nur hier sein könntet...

Samstag, 17. Oktober 2009

Kopf stehen oder: Links ist das neue Rechts.

Nun bin ich schon eine Woche hier...

Klingt irgendwie gar nicht so lang. Die letzten Wochen vor meiner Abreise vergingen irgendwie so schnell, dass ich manchmal dachte, ich wuerde es nicht mehr schaffen, alles Notwendige vor dem Abflug zu erledigen... aber die erste Woche hier war fuer mich so intensiv, dass es mir vorkommt, als sei ich schon viel laenger hier.
Vielleicht liegt es daran, dass hier doch alles ziemlich neu ist. Nicht alles. Aber vieles. Ich glaube, DER Kulturschock wird wohl zunaechst ausbleiben... aber warten wir mal Weihnachten ab.
Man prophezeite mir 40 Grad, surfen und Strand. Das koennte sich verrueckt anfuehlen. Und wahrscheinlich nicht wie Weihnachten... Aber darueber denk ich spaeter nochmal nach.

Denn bisher fuehlt es sich noch immer sehr sehr kalt an. Es hat die ganze Woche fast nur geregnet. Und wenn es das nicht tat, dann schob der Wind die dunkelgrauen Wolken immer schoen in Steffis Naehe damit sie auch JA nicht vergisst, WER hier der Boss ist.


Und da die Wolken hier die gleiche Funktion haben wie zu Hause, hab ich doch oft vorsorglich die weisse Flagge gehisst und bin im Haus geblieben (das auf Kaelte absolut NICHT ausgelegt ist. Ich frag mich, wer hier die Wartung macht *g*)


Das hatte zwar zum einen den Effekt, dass ich noch nicht allzu viel von Melbourne und der Umgebung gesehen habe, gab mir aber andererseits die Gelegenheit mich hier so gut es geht zurechtzufinden und mich ein wenig heimischer zu fuehlen.


In den kurzen Regenpausen hat es dann zu ein paar wenigen Entdeckertouren gereicht, in denen ich rausgefunden habe, dass es hier einige Spielplaetze, in etwa 20.000.000 Hasen und soooo viele mir unbekannte Pflanzen gibt. Scheinbar sind hier in den letzten Jahren alle Blumenlaeden pleite gegangen und haben ihr Inventar einfach mal in die freie Natur gepflanzt

Apropos "Entdeckertouren": Unglaublicherweise ist es mir nun auch moeglich, die Strassen unsicher zu machen... im wahrsten Sinne des Wortes. Da das Autofahren hier doch eine der bisher maechtigsten Herausforderungen fuer mich war (und ist), muss ich nun doch nochmal ein paar Saetze darueber verlieren.

Als wir am Freitag aufbrachen, um das Auto zu holen, hatte ich naemlich dezent unterschaetzt, was sich alles damit verbinden wuerde...

Das erste, was mir in dem Zusammenhang sehr eindruecklich vor Augen gefuehrt wurde, war das australische Entfernungsempfinden. Ich hab nun gelernt, dass "...just down the road..." nur Schlappe 100km sind und dass "...not far from here..." eine Chiffre fuer Strecken ueber 25 km ist.

Nun, da ich davon ausging, man koenne von hieraus nach Neuseeland gucken, scheine ich ja die geborene Australierin zu sein. Eines Tages werde ich es bringen... Ich werde im Bikinie hier aus dem Haus gehen und sagen, ich wuerde mal kurz "down the ocean" in Neuseeland vorbeischauen, sei aber zum Abendbrot wieder zurueck.

Wie dem auch sei. Wir fuhren also diese weite Strecke bis in dieses Dorf, (Ha! WAS fuer ein Dorf! Wie waren da in so einem filmreifen "Laden" ein Sandwich essen... mit cowboyartigen Bauarbeitern, deren Statur mir Schauer ueber den Ruecken jagte und deren Akzent komplett unverstaendlich war :) ) holten das Auto ab und da fiel mir dann auf, dass ICH ja diejenige sein muesste, die genau dieses wieder nach Hause befoerdern sollte. Doch noch bevor die Schweissdruesen meiner Handinnenflaechen ueberhaupt die Gelegenheit hatten auf den Impuls aus meinem Hirn zu reagieren, hatte ich auch schon die Schluessel in der Hand. Und da Rowena schon auf dem Weg zu ihrem Wagen war, musste ich wohl oder uebel ran.
Also erstmal aufschliessen und einsteigen... und wieder aussteigen und auf der RICHTIGEN Seite einsteigen, denn genaaaau: Da war doch was anders! Nun, ich nehme vorweg: Ich bin angekommen und sowohl Fahrerin als auch Auto erfreuen sich noch immer bester Gesundheit. Allerdings bedurfte dies auch harter Arbeit - fuer BEIDE Seiten *g*

Da hier wirklich so ziemlich alles seitenverkehrt ist (bis auf Bremse und Gaspedal, wie guuuut! *g*), habe ich bestimmt 10 mal die Scheibenwischer angeschaltet, als ich blinken wollte und fast genausooft an die Tuer gefasst, mit dem Ziel, in einen anderen Gang zu schalten. Dazu kam dann eben noch der nicht zu unterschatzender Linksverkehr, der in Melbourne schlagartig begann, Klumpen zu bilden, da wir genau zum Berufsverkehr quer durch die City mussten.

Also... fuer die, die es nicht wissen: Ich habe mich mit einer Freundin bereits auf dem Weg von Berlin nach Dresden nach Polen verirrt ohne es zu merken. Erst als wir den Grenzuebergang sahen, fiel uns auf, dass all dieser Aufwand fuer den Uebergang in ein anderes Bundesland eventuell etwas uebertrieben sein koennte...

Nun ja. Zwar ist das schon ein paar Jahre her, ht mich aber dennoch dazu veranlasst, pedantisch an Rowenas Stossstange zu kleben und alle, die sich zwischen uns draengten, durch ein gezischtes "Mach die vom Aaaaackeeeer..." zu vertreiben. Ziemlich erfolgreich, wie sich zeigte, denn ich schaffte es tatsaechlich, sie nicht zu verlieren und kam, wie bereits erwaehnt, wieder da an, wo wir gestartet waren.

Gleich am naechsten Tag wagte ich derartiges nocheinmal, allerdings, um den Schwierigkeitsgrad ein wenig zu erhoehen, allein. OK. Ich gebe es zu. Ich war nicht ganz allein. SIE war bei mir. Meine neue Freundin Lisa (in Fachkreisen auch unter dem Decknamen "Karin" bekannt *g*). Sie ist schwarz, sehr nett, spricht sogar deutsch und kennt sich hier echt gut aus. Ich habe sie an die Windschutzscheibe geklebt und ihr gesagt, dass ich zu einem Au-Pair Frueshtueck in die City will. Da hat sie ihre netteste Stimme hochgefahren, gelacht, gesagt: "ACH! Kein Problem! Nur 35 km, das liegt ja gleich um die Ecke!" Und los ging's.
So war das alles nur halb so schlimm und mit der Zeit beginnt es sich langsam normal anzufuehlen.

Im uebrigen... meine Gastelterm waren um diese Zeit auf Philipp Island zum MotoGP. Ich hatte die Gelegenheit mitzufahren, musste mich aber entscheiden und hab das Fruestueck gewaehlt. Ich hatte ja keine Ahnung.... :) Habe mir aber vorgenommen, mir das naechste Woche auf eigene Faust nochmal anzugucken. Da sind zwar die Motorraeder weg, aber die Pinguine hoffentlich noch da... und DIE will ich wirklich gern sehen *lach*

Heute, Sonntag, war ich nun das erste Mal hier im Gottestdienst.
So weit weg vom Vertrauten mit voellig fremden Leuten Gottestdienst zu feiern hat mich sehr beruehrt. Es tat so gut zu wissen, dass alle anderen, die da waren, die gleiche Basis haben.
Egal wo ich bin. ER ist der selbe. ER ist da. Hartnaeckig. Liebevoll.
Wirklich... sehr beruehrend fuer mich.



Nun hab ich dort angefangen, ein paar Kontakte zu knuepfen. Klingt spektakulaerer als es ist :)
In der Realitaet bedeutete das, dass mich ein Ehepaar angesprochen hat und wir ein wenig ins Gespraech gekommen sind. Mal sehen. Sie haben meine Mailadresse und leiten diese hoffentlich weiter. Sie machten mich schliesslich mit einer australischen Lehrerin bekannt, die mich am Nachmittag mit nach Melbourne genommen hat. Wir haben uns, so gut es eben mit meinem Englisch ging, unterhalten und einen sehr suessen kleinen Markt besucht, der in einem alten Konvent stattfand. Mit Livemusik und 1000 wunderschoenen Sinnlosigkeiten.
Hach!
Unser Vorhaben, danach in der Stadt noch einen Kaffee zu trinken scheiterte leider an der fehlenden Parkluecke.
Dafuer habe ich aber das erste Mal das Meer zu Gesicht bekommen.

Noch ein wenig grau und zugegeben hier in der Stadt auch ein wenig schmutzig. Aber Meer is Meer!!!

Soooo viele Muscheln hier... wie soll ich DIE nur alle heimbringen!
Jedenfalls werde ich Melbourne nochmal besuchen... aber mit dem ZUG!

Auf den ersten Blick merkt man die "fehlende" Geschichte... Europa hat da einen echten Vorteil, den man deutlich sieht.
Aber ich will dem Neuen eine Chance geben *lach* - deswegen bin ich ja hier.

Nun... die erste Woche ist vorueber.
Ich bin so dankbar, dass bisher so vieles gutgegangen ist, ueber das ich mir im Vorfeld Sorgen gemacht habe. Ich hoffe, ich kann diese Erfahrung in meinem Herzen verwurzeln und am Ende mit nach Hause nehmen. Ich glaube, das wuerde mir und meinem Umfeld gut tun :)
Ich werde mein Bestes dafuer tun... schon in der naechsten Woche, die darauf wartet, gelebt zu werden.










Dienstag, 13. Oktober 2009

Erste Schritte auf neuem Land...

Endlich bin ich online.
Nahezu unloesbare Probleme tun sich hier auf.
Der mac will nicht und beim Familiencomputer haengt sich doch GLATT das Modem auf. Aber JETZT! Nun schleppe ich mich muehsam ins studivz und WAS lese ich da!? Schnee in der Heimat!?
OHHHH... da ueberfaellt mich doch glatt das Heimweh. *seufz*

Gestern habe ich hier meine Fotos an die Wand geklebt und da sind eeeinige vom Winterurlaub dabei :) Das macht es ein wenig leichter.


Aber ansonsten hab ich mich schon die ersten Meter hier durchgekaempft.
Schritt fuer Schritt, eines nach dem anderen - so laesst sich die Lage ganz gut ueberblicken.


Der Flug war fuer mich ein ganz besonderes Erlebnis.

Ich wollte schon immer mal so ne lange Strecke fliegen und bin voll auf meine Kosten gekommen... in jeglicher Hinsicht.
Nach lufthanseatischer Nuechternheit hat mich schon das Design der arabischen Fluglinie beeindruckt. Sowohl die "Inneneinrichtung" des Flugzeugs als auch die Stewardessen waren einfach schoen :D

Und vor allem letztere haben dafuer gesorgt, dass ich mich wie DER Stargast schlechthin gefuehlt habe... bis Kopfschmerzen und Uebelkeit mich einholten.

Von da an konnte das Essen noch so lecker und die Filmauswahl noch so reichhaltig sein - ich wollte einfach nur noch runter. Und als ich in Abu Dhabi feststellte, dass ich nach fast einem Tag Unterwegssein noch nich mal die Haelfte der Strecke hinter mir hatte, dachte ich, ich wuerde wohl Australien nicht mehr bei Bewusstsein erreichen.

Gluecklicherweise hab ich es dann irgendwie hinbekommen auf dem Flughafen zwischen verschleierten Frauen und klischeehaften Australiern in Flip-Flops und Shorts einzuschlafen und so den Flug besser ueberstanden als gedacht. Und das obwohl mein aegyptischer Nachbar zum einen nicht sehr platzsparend war und das zum anderen nicht mal gemerkt hat weil ER die ganze Zeit wunderbar geschlafen hat. Auf einem FENSTERPLATZ!

Dabei hat er nicht EINMAL rausgeguckt und die zwei Sonnenuntergaenge glatt verpasst. Ich hab mich daher dafuer entschieden, akkute Blasenschwaeche vorzutaeuschen und mich von Zeit zu Zeit auf der Toilette eingeschlossen. Dort hab ich dann allein die Aussicht genossen und besagten Sonnenuntergang fotografiert...

Wieviel Schoenheit doch in einen Moment passt.

Am Flughafen musste ich dann u.a. alle Artikel aus Holz deklarieren, da Australien sehr strenge Einfuhrmodalitaeten hat. Und das betraf, tataaaaa: Mein Raachermannl! :) Daraus ergab sich eine lustige Konversation mit dem australischen Beamten und irgendwie fuehlte ich mich gleich gar nicht mehr so fremd. (Tja, liebe Pockauer, nur damit ihr's wisst: Ihr seid nun in Australien bekannt, denn das Foto von euch klemmte noch immer im Kistendeckel. Der nette Beamte sah euch, lachte und sagte: "Oh! Who's THAT!?)

Dann habe ich schnell "meine" Familie gefunden und festgestellt, dass sie tatsaechlich so nett sind, wie sie schienen. Sogar mehr als das. Ich frage mich, wie ich sowas verdient hab...

Mein Zimmer ist zwar relativ klein, aber Ok und ich habe hier im Haus keinerlei Einschraenkungen.
Das Haus ist ziemlich im Gruenen gelegen, sehr ruhig (bis auf die Papageien vor meinem Fenster. ECHT! Die fliegen hier einfach so rum. In allen Formen und Farben. Und in jeder TONLAGE, die sie vor allem in der Fruehe rauslassen muessen *hmpf*).

Wenn ich von der Veranda schaue, sehe ich Baeume, die ich in meinem Leben noch nie gesehen hab und es riecht tatsaechlich nach leicht nach Eukalyptus! Kaum zu glauben, ich bin wirklich auf der anderen Seite der Erde. Das macht sich bisher auch noch im Jetlag bemerkbar... noch.

Ich werde daher diese Woche noch geschont und bekomme jede Hilfe, die ich nur bekommen kann. Am Freitag bekomme ich *luftanhalten* MEIN Auto, das fuer MICH gekauft wurde *aaaaaahhh*. Und alle buerokratischen und unbuerokratischen Problemchen habe ich bisher mit Unterstuetzung der Familie ganz gut geloest.

Die bisher groesste Herausforderung habe ich gestern angenommen: ICH BIN AUTO GEFAHREN! Mit so einem RIESEN Teil, Automatik und auch noch auf der LINKEN Seite! ABGEFAHREN, im wahrsten Sinne des Wortes. Rowena hat sich tatsaechlich todesmutig mit mir in IHR Auto gesetzt und so getan, als waer alles nur halb so schlimm. Und NEIN: Das Auto ist NICHT Schrott, ich habe niemanden ueberfahren und alle Mitfahrer haben ueberlebt! JEAH!

Macht Hoffnung, denn wenn es doch iiiirgendwann mal aufhoeren sollte zu regnen, dann werde ich versuchen, die Gegend zu erkunden UND wieder zurueckzufinden. Und solcherlei Vorhaben haben bei mir bekanntlich auch schon ein boeses Ende gefunden *g*



Q hat mein Herz im Sturm erobert.
Hatte er schon auf dem Foto, das die Familie mir im Vorfeld geschickt hat. Und nun, "in echt", erst recht.


Gestern hatten wir unseren ersten gemeinsamen Tag und sind echt gut zurecht gekommen. Er ist sehr unkompliziert und die Familie vertraut mir mit ihm viel an. Was HAB ich fuer ein Glueck.

Gott schuettet ganz schoen aus.

Mir ist, als wuerde sich nach den letzten Monaten eine riesige Landschaft oeffnen... scheinbar habe ich das Tal erstmal geschafft. Wie schoen es ist, endlich wieder all die Farben zu sehen und die Sonne zu spueren, wenn auch noch nicht von aussen. Noch nicht.

Trotzdem vermiss ich doch ein bisschen die Heimat und alle, die sie zu dem machen, was sie fuer mich ist: Meeein Schaaaatz *g* Und den Schnee, der wohl bei euch faellt. Hach ja... die ENTZUGSERSCHEINUNGEN setzen ein!
So. Nun aber!!! Bevor sich der Computer wieder gegen mich entscheidet... das emotionale Luder!!!






Samstag, 10. Oktober 2009

"Barfuß über Glas" oder: WAS TUE ICH HIER EIGENTLICH!?


Nun ist es tatsächlich soweit... und aus einem großspurigen "Irgendwann gehe ich auch mal ins Ausland" ist eine leicht verängstigte Steffi geworden, die darum bangt, ihre Gepäckberge auch wirklich ins Flugzeug zu schleusen und kaum glauben kann, wie groß so ein Flughafen eigentlich sein kann.
Nun... ich gebe zu: Im Moment habe ich es lediglich nach München geschafft.

Aber immerhin habe ich mich völlig übermüdet, geklammert an meinen geliebten Mac, durch diesen riesigen Flughafen geschleppt und sitze bereits am richtigen Gate. Das erste Mal in meinem Leben werde ich Europa verlassen - zumindest sieht es gerade sehr danach aus :)
Jedenfalls sitzen hier schon einige recht märchenhaft aussehende Frauen und erinnern mich daran, dass ICH in ein paar Stunden in Abu Dhabi diejenige sein werde, die fremd aussieht.

Der Abschied fiel schwer - wie gedacht. Irgendwie hatte ich wohl nicht ernsthaft damit gerechnet, dass aus den Spinnereien Realität werden würde. Auch nicht, nachdem der Flug bezahlt und die Koffer nahezu gepackt waren. Und nun... habe ich meine Familie incl. Sara um 2 Uhr nach Dresden gescheucht, sie umarmt, Tränen vergossen und bin in dieses Flugzeug gestiegen. Ohne sie, ohne den Winter, ohne mein Snowboard, ohne das grüne Erzgebirge, ohne all die wichtigen Leute, die ich so gern mitgenommen hätte und -Empörung macht sich breit- ohne meine Punktballerinas, die, wie so einiges, der 20 kg Grenze zum Opfer gefallen sind *grummel*. Aber immerhin hab ich mehr durchgebracht als ich dachte *harhar*... sogar einen Rest meiner "Das wollte ich schon IMMER machen"-Euphorie.

All jene, die mich bereits in herausfordernden Situationen erlebt haben, können sich vielleicht vorstellen, wie ich jetzt reagiere. Erst die große Klappe und dann, wenn's hart auf hart kommt, schööön wimmern...
Ob in der Achterbah, kurz vor dem Absturz, mitten in der Wildnis Österreichs, abseits jeglicher Pisten (dermaßen abseits, dass man sie nicht mal mehr SIEHT!) oder vor Prüfungen aller Art... immer das selbe.
Das was mich gerade ein wenig beruhigt ist, dass ich all das irgendwie geschafft habe... und hinterher (meist) dachte: JEAH! Gleich nochmal!!!

Und deswegen werde ich es jetzt wieder tun... ich werde den Sprung wagen, den neuen Weg wählen (...wenn auch mit gehörig kalten Füßen!), mich dem Neuen stellen und durch dieses Gate gehen. Und ich weiß gerade wirklich, dass ER mit mir geht... Neeeeiiiin, ich meine NICHT meinen kleinen weißen Freund... (obwohl... *g*).
Ich habe Jesus heute nahezu neben mir gesehen... wie er mich anlächelte, abenteuerlustig.
Mir kann nichts passieren. Nichts, das er nicht zulässt. Irgendwie beruhigt mich das.

Die Zukunft liegt vor mir - für einen kurzen Moment konnte ich es fühlen.
Mal sehen, was sie so bringt.

Für's erste wär ich jedenfalls mit einem Bett und einer netten Begrüßung vollends zufrieden... aber beides wird wohl noch ein wenig auf sich warten lassen :)